MAYWEATHER VS PACQUIAO 2026 – WEN ICH VORNE SEHE UND WARUM
- Florian-André Wolf
- 24. Feb.
- 2 Min. Lesezeit

Floyd Mayweather und Manny Pacquiao werden dieses Jahr wieder gegeneinander boxen. Am 19. September. Über zehn Jahre nach ihrem ersten Kampf. (Boxing News)
Und wenn ich mir anschaue, wie beide in den letzten Monaten unterwegs waren, ist für mich eine Sache klar: Dieser Kampf wird weniger über Schlagkraft entschieden — und mehr über Struktur.
Was ich bei Mayweather sehe
Mayweather kommt mit 49 nochmal aus dem Ruhestand zurück und bereitet sich vorher sogar auf einen Exhibition-Fight gegen Mike Tyson im April vor. (New York Post)
Das zeigt mir vor allem eines: Sein Fokus liegt auf Timing und Rhythmus. Nicht auf Tempo.
Mayweather hat nie über Volumen gearbeitet. Sein Stil basiert darauf, den Gegner lesen zu können. Distanz zu kontrollieren. Den Rhythmus zu brechen.
Und genau solche Dinge verlieren sich nicht so schnell mit dem Alter.
Im Gym versuche ich genau das zu vermitteln. Timing bleibt länger als Explosivität.
Wenn jemand lernt, den richtigen Moment zu treffen, braucht er keine zehn Schläge mehr. Ein sauberer Konter reicht.
Mayweather lebt davon.
Was ich bei Pacquiao sehe
Pacquiao ist 2025 zurückgekommen und hat gegen Mario Barrios über die volle Distanz geboxt — mit einem Unentschieden. (Wikipedia)
Das zeigt: Er kann noch Runden gehen. Er kann noch Druck machen.
Aber sein Stil war immer auf Aktivität aufgebaut. Viele Winkel. Viele Kombinationen. Hohes Tempo.
Und genau dort sehe ich das Problem.
Aktivität kostet Energie.
Dieser Stil funktioniert hervorragend, wenn du jünger bist. Wenn du mehr Volumen bringen kannst als dein Gegner. Aber mit 47 wird genau das schwerer konstant zu halten.
Im Training sehen wir das oft. Boxer, die viel über Bewegung und Kombinationen arbeiten, verlieren als erstes ihr Tempo, wenn die Kondition nachlässt.
Dann bleibt die Defensive offen.
Wie beide sich vorbereiten werden
Ich glaube, Mayweather wird seine Vorbereitung stark auf Kontrolle ausrichten.
Viel Arbeit an Distanz.Reaktionstraining.Saubere Einzelschläge.
Sein Ziel wird sein, Pacquiaos Aktivität ins Leere laufen zu lassen.
Pacquiao dagegen wird versuchen, genau dieses Tempo aufzubauen. Viel Druck. Viele Richtungswechsel. Den Kampf unruhig machen.
Das ist die einzige Art, wie man Mayweather schlagen kann: Ihm keine Zeit zum Lesen geben.
Aber genau das ist körperlich extrem anspruchsvoll.
Und über zwölf Runden wird das schwierig.
Wen ich vorne sehe
Wenn ich mir beide Stile anschaue, sehe ich Mayweather vorne.
Nicht, weil er härter schlägt.Nicht, weil er schneller ist.Sondern weil sein Stil weniger Energie verbraucht.
Effizienz schlägt Aktivität.
Wenn Pacquiao das Tempo nicht konstant hochhalten kann, wird Mayweather wieder Kontrolle über die Runden bekommen.
Im Gym sagen wir oft: Wer weniger arbeitet, aber sauberer, gewinnt auf lange Sicht.
Mayweathers Stil basiert genau darauf.
Balance.
Distanz.
Timing.
Das sind Dinge, die man nicht verliert, nur weil man älter wird.
Was wir im Training daraus lernen
Dieser Kampf zeigt etwas, das wir im Gym ständig sehen.
Boxer, die über Kraft und Tempo kommen, bauen schneller ab.Boxer, die über Struktur arbeiten, bleiben länger stabil.
Deshalb trainieren wir Position vor Kombination.Jab vor Schlagabtausch.Bewegung vor Reaktion.
Nicht spektakulär. Aber effektiv.
Und genau deshalb sehe ich Mayweather auch dieses Jahr wieder vorne.
Lerne im Training, wie Kontrolle über Distanz und Timing funktioniert. Probetraining bei Andre Wolf Boxing.


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